Heute mal etwas zum Thema Essbrechsucht. Hört sich schlimm an, ist es auch! Denn in den letzten Jahren werden immer mehr Fälle erkennbar, in denen Schlanksein um jeden Preis das Non-Plus-Ultra ist. Das ist ein sehr gefährliches Denken. Nun zur Essbrechsucht, die neben der Magersucht, die bekannteste Essstörung ist. Essstörung (Bulimia nervosa) ist eine durch regelmäßige Essattacken gekennzeichnete Essstörung, bei der während eines sogenannten Essanfalls große Mengen an Nahrung verzehrt werden. Die Betroffenen verlieren die Kontrolle und können mit dem Essen nicht mehr aufhören. Sie realisieren auch nicht, welche Mengen sie gerade verspeisen. Die Gegenmaßnahmen der Betroffenen, um der Gewichtszunahme vorzubeugen, ist dann, entweder ein selbst herbeigeführtes Erbrechen oder auch Abführ- und Entwässerungsmedikamente. Oftmals fasten die Betroffenen oder sind körperlich überaktiv. Es hat sich herausgestellt, dass die Bulimie im Vergleich zur Anorexie deutlich häufiger auftritt. Oftmals sind es Frauen zwischen 15 und 30 Jahren, die betroffen sind. Dabei sind diese meist normalgewichtig oder auch nur leicht über- oder untergewichtig. Es gibt auch betroffene Männer, allerdings handelt es sich lediglich um zehn Prozent.
Doch was sind die Ursachen für diese Essstörung, die sich immer mehr verbreitet? Es liegt wohl an dem derzeit gültigen Schlankheitsideal. Die Medien sind überall; Fotos, Berichte und Filme mit schönen und schlanken Menschen bestimmen das Bild in den Medien. Das Streben nach der Traumfigur wird dadurch unterstützt. Gerade Jugendliche in der Pubertät sind betroffen, da sie in dieser Zeit die körperlichen und seelischen Veränderungen als verunsichernd erleben. Als Ursache wird sogar die Veränderung der Geschlechterrollen in der Gesellschaft als möglicher Auslöser für die Entstehung von Essstörungen in Betracht gezogen. Denn heute muss die „ideale“ Frau als Berufstätige, Hausfrau, Mutter und attraktive Partner auftreten. Ganz schön viel auf einmal. Diesem Druck muss man erst mal standhalten können.
Es ist als vorbeugende Maßnahme zu hinterfragen, ob das aktuelle Schönheitsideal überhaupt ideal ist. Sehr schlanke, fast schon ausgezehrte, Models – was ist daran schön? Um so dünn zu werden, sind ungesunde Methoden notwendig. Das sollte sich wirklich kein Mensch antun. Eine Maßnahme, die ebenfalls entgegenwirkt, ist das Ablehnen von radikalen Diäten. Das Angebot an Diäten ist eh wenig bis gar nicht unüberschaubar. Langfristig ist es gesünder, sich ausgewogen und gesund zu ernähren.